26. Juli 2015 – Knapp daneben ist auch vorbei

Die letzten Tage verbrachte ich in „Bucaramanga“ eher unspektakulär. Einmal ging ich Wandern im „Mesa de los Santos“ Das war super schön. Wurde zwar fast von einem Hund gefressen aber sonst war es cool.
Da Freitagnacht, meine letzte in „Bucaramanga“ war ging ich natürlich feiern mit einem Australier. Und das können sie ja nicht zu knapp 🙂 Es war spektakulär. Nach Bars, Clubs, Afterhour Club und Afterafterhour Club war es bereits taghell als wir zum Hostel zurückfanden.
Dem entsprechend müde war ich am nächsten Abend als ich den Übernachtbus nach „Cartagena“ bestieg. Erst während der Fahrt wurde ich so richtig wach und arbeitete noch bis spät Nachts auf dem Laptop. Um 3 Uhr Morgens, als der Bus ganz langsam durch eine kleine Stadt fuhr, sah ich neben einigen betrunkenen Leute auf der Strasse (es war ja Samstagnacht) zwei Jungs ca. 25m entfernt die den Bus beobachteten. 1 Sekunde später machte einer eine Wurfbewegung und einen Bruchteil später schlug einen halben Meter hinter mir ein Stein durch die Scheibe. Ein Loch in der Scheibe und überall Splitter waren die Folge. Der Typ hinter mir hatte Glück, dass er den Sitz in Liegeposition hatte, so hatte er nur Glassplitter auf den Beinen.
Am meisten Glück hatte aber ich.
Hätte ich letzte Nacht nicht so lange gefeiert und heute so lange geschlafen, dass ich Nachts um drei noch hellwach in aufrechter Sitzposition war, hätte der Stein genau bei meinem Kopf eingeschlagen.
Das hätte ins Auge gehen können. Soll noch einmal jemand sagen lange feiern sei ungesund. Haha.
Die Jungs wurden natürlich nicht erwischt und die Fahrt ging mit Loch im Fenster weiter 🙂
051_0061 Colombia - Fahrt nach Cartagena
Auf jeden Fall kam ich gut und heil in Cartagena an
Hier werde ich mich nun für die nächsten Wochen niederlassen und eine Spanisch- und Tanzschule besuchen.

22. Juli 2015 – James Bond: Trailer

007-spectre

Und nun ist auch der Trailer da 🙂

Trailer 1:

Und hier in Englisch:
https://www.youtube.com/watch?v=LTDaET-JweU

Trailer 2:

In Englisch:
https://www.youtube.com/watch?v=z4UDNzXD3qA

Wer sich mit James Bond auskennt, kann im 1.Trailer die dramatische Melodie des alten Bond Movie „Im Auftrag ihrer Majestät“ aus dem Jahre 1969 mit George Lazenby heraushören, welcher unteranderem auf dem Schilthorn in der Schweiz gedreht wurde
…Interessant…

007 Flugzeug Szene

21. Juli 2015 – Kurz in Venezuela

Nach San Gil fuhr ich nach Cucuta. Das liegt direkt an der Grenze zu Venezuela und ist bekannt dafür um nach Venezuela zu reisen.
Da ich sowieso vorhabe länger als die erlaubten 90 Tage in Kolumbien zu bleiben, war das die ideale Gelegenheit einen neuen Stempel in meinen Pass zu kriegen. Da dort die Mutter einer Bekannten lebt, wurde ich dort herzlich zu Hause aufgenommen und mir wurde super geholfen und alles erklärt wie ich den Stempel kriege.
Das ganze lief wie folgt ab. Ich wurde von einem Familienmitglied zur Grenze gefahren. Dort checkte ich in Kolumbien aus. Dann ging es mit dem Motorradtaxi über die Grenze nach San Antonio nach Venezuela rüber. Die Grenzwache kümmert das überhaupt nicht. Die Grenze ist einfach offen und frei passierbar. In San Antonio muss man dann ein paar Stunden anstehen um den Einreisestempel zu kriegen und ein bisschen was bezahlen. Dann mit dem Motorrad zurück nach Kolumbien.
Da ein Familienmitglied noch Geburtstag hatte, wurde am Wochenende dann zünftig gefeiert und das in einer coolen Disco.
051_0019 Colombia - Cucuta
Offensichtlich wurden in Cucuta jüngst auch sehr viele Frauen Opfer der plastischen Chirurgie. Was bei den einen ja einen ganz netten Effekt bei den Brüsten hat kann aber durch die gewaltigen Silikoneinlagen in den Pobacken den Durchschnittseuropäer ganz schön abschrecken…. Was einem aber nicht am feiern hindert 🙂
Am nächsten Mittag versammelte sich dann die ganze Familie im Restaurant um dem Geburtstagskind auch noch kulinarisch die Ehre zu erweisen. Und ich war auch dabei. Hehe
051_0022 Colombia - Cucuta
Am letzten Tag, wurde dann dass ganze Prozedere mit dem Pass noch einmal vollzogen, damit ich auch offiziell wieder in Kolumbien bin. Klappte alles einwandfrei. Somit war ich offiziell 2 Tage in Venezuela und habe jetzt wieder 90 Tage mehr in Kolumbien. Sehr geil….
Vielen Dank Nancy für die Gastfreundschaft
PS: Kleiner Blick in die Zukunft:
Ich hatte echt Schwein gehabt. Denn ein paar Wochen später wird die Grenze vom venezolanischen Präsidenten geschlossen. Um den Schmuggel und den illegalen Benzin Verkauf zu unterbinden.
Wohl Venezuelas kleinstes Problem zurzeit. Aber schön, dass der Präsident den armen Schweinen an der Grenze noch das letzte bisschen Einkommen verunmöglicht. Danke schön…

16. Juli 2015 – Wandern, Caving und Paragliding

San Gil ist ein sehr kleines, sehr nettes Städtchen in Kolumbien. Bekannt für seine vielen Outdoor Sportarten wie, Caving, Kanuing, River Rafting, Paragliding, etc… Und genau so was hatte ich vor.
Gleich am ersten Abend beim Bier trinken, lernte ich viele Leute kennen. Unter anderem auch die Leute von einer Outdoor Company. Ich buchte also direkt zwischen dem 5. Und dem 6. Bier einen Paragliding- Tandemflug für den nächsten Morgen.
Also ging es am nächsten Morgenfrüh ab in die Berge. Mit dabei war auch ein Österreichisches Paragliding-Paar. Sie reisten mit Ihren Schirmen schon durch ganz Zentralamerika und brachten die Einheimischen immer wieder zum Staunen. Unter Anderem kamen Sie auch schon im Fernsehen.
Wir wurden also hoch hinauf über den Chicamocha Canyon gefahren. Von starteten dann die Rundflüge. Da war ein super geiles Erlebnis. Das Wetter war perfekt und die Aussicht über dem riesigen Canyon einfach nur spektakulär. Das war mein erster Paraglide-Flug und es war einfach perfekt.
050_0028 Colombia - San Gil - Paragliding
Am nächsten Tag machten wir uns auf zum Caving, Höhlenforschung. Tief unter dem Städtchen Curitio waren wir 1.5 Stunden unterwegs. In den „Cueva la Vaca“, was so viel heisst wie „Höhle der Kuh“ Hahaha.
050_0061 Colombia - San Gil - Cueva de Vaca
Wir krochen, robbten, schwommen oder tauchten durch das riesige Höhlensystem. Das war wortwörtlich sehr „cool“ Da freute man sich wieder aufs Tageslicht 🙂
Am letzten Tag machte ich einen Ausflug nach Barichara, ein super schönes, altes Kolonialstädtchen
Ganz klar eines der schönsten in ganz Kolumbien.
050_0076 Colombia - San Gil - Barichara
Zum Abschluss wurde am Abend nochmals richtig gefeiert und die Freundschaften wurden mit Bier besiegelt 🙂

12. Juli 2015 – Nacht bei Familie Moreno

Da ich auf dem Weg nach „San Gil“ eine Nacht in „Tunja“ verbringen muss, kann ich heute bei Familie Moreno (Eltern und Bruder von Andrés und Lina) übernachten bevor es Morgen weitergeht.
Vielen Dank dafür.
Muchos gracias a la familia Moreno
PS: Ich weiss jetzt als was Mottli im nächsten Leben auf die Welt kommt…. Als Hund… Hahaha
045_0093 Colombia - Tunja

11. Juli 2015 – El Cocuy

Mit dem Übernachtbus bin ich von Bogota in 8 Stunden nach El Cocuy gereist. Trotz top Qualität des Buses konnte man durch die holprigen und kurvigen Strassen der Anden nicht viel schlafen.
Am ersten Tag organisierte ich den Trip in die Berge und erkundete die Ortschaft. Super schönes Städtlein in den Bergen mit netten Leuten die einem immer grüssen.
049_0007 Colombia - El Cocuy
Am nächsten Morgen ging es um 4.45 los. Der sogenannte „Lecherro“ (Milchtransport) fährt nur einmal am Tag in die Berge hoch. Da kann man sehr günstig mitfahren. Man stellt sich hinten auf die Brücke zwischen Milchtank und Bierkisten und dann geht es langsam und wacklig den Berg hinauf
Er hält an jedem kleinen Bauernhof an um die teilweise nur wenig Liter Milch in den Tank zu giessen.
Nach ca. 1.5 Stunden geht es dann zu Fuss weiter.
Ich habe zum Glück die beiden Schweizer Luca und Cyrill kennen gelernt. So konnten wir zusammen wandern gehen. War ganz gut wieder mal Schweizerdeutsch zu sprechen.
Am ersten Tag da oben machten wir eine Wanderung auf eigene Faust zu den Lagunen. War ganz nett aber leider sehr neblig und es regnete in Strömen. Nach kurzer Zeit war alles durchnässt.
Wir wanderten bis zum “Paso Restringido“ auf 4410 m.ü.M. und dann wieder runter zur Hütte wo wir übernachteten.
Nachts war es unglaublich kalt. Vor allem weil alles nass war. Zum Glück hatte ich noch meinen Schlafsack dabei und es gab Wärmeflaschen von der Mutter des Hauses.
049_0053 Colombia - El Cocuy
Am nächsten Morgen ging es um 5.45 Uhr wieder los. Da wir eine etwas anspruchsvolle Wanderung machten haben wir zu dritt einen Guide gemietet welcher uns hoch und runter führte.
Eine geniale Wanderung mit super schönen und verschiedenen Landschaften.
049_0058 Colombia - El Cocuy
Wir wollten zu einem riesigen würfelförmigen Felsen hoch auf 5000 m.ü.M. Leider verschlechterte sich aber das Wetter oben sehr schnell. Starker Wind und Schneefall. Teilweise mussten wir fast 45° nach vorne gebeugt gegen den Wind kämpfen.
Gegen den Wind pinkeln ist da keine gute Idee 🙂
049_0073 Colombia - El Cocuy
Ein paar hundert Meter vor dem Felsen mussten wir dann leider umkehren. Da die Schneefläche begann und man von dem Felsen sowieso nichts hätte sehen können. Schade aber war trotzdem geil wenn auch saukalt.
049_0076 Colombia - El Cocuy
Auf dem Rückweg trafen wir noch auf einen Suchtrupp welcher einen seit einer Woche verschollenen Touristen suchten, welcher sich im Übermut von der Gruppe entfernte im Nebel verschwand und nicht mehr auftauchte. Da kommt wohl jede Hilfe zu spät. Es zeigte uns aber, dass es die Richtige Entscheidung war einen Guide zu mieten.
Am Nachmittag musste ich dann noch die 20km nach El Cocuy runter wandern, da keine Fahrzeuge ausser die überteuerten Jeeps runter fuhren.
War aber sehr schön all die Bauernhäuser zu sehen und die Leute wie sie leben in den Bergen.
Leider hatte jeder Hof auch ein paar Wachhunde die mich regelmässig angriffen und anbellten. Da muss man einfach cool bleiben. Also diese Wanderung wäre nichts für Dich Uschi 😉
Am Ende hatte ich in 2 Tagen 39km marschieren und 3720 Höhenmeter hinter mir.
Konnte kaum noch laufen, hat sich aber auf jeden Fall gelohnt.

8. Juli 2015 – Ciao Bogota

Heute werde ich nach einem Monat Bogota verlassen.
Ich durfte einen Monat lang im Apartment von Andrés, Yesmin und Lina leben und wurde wie ein Mitglied der Familie behandelt. Sie haben mir beim Spanisch lernen geholfen und mir vieles von Bogota und rundherum gezeigt. Villa de Leyva, Tunja, Guasca, Guatavita und Zipaquira.
Als normaler Tourist bietet Bogota nicht viel Attraktives. Wenn man aber wie ein Local lebt, ist es sehr interessant hier zu sein.
Vielen, vielen Dank Yesmin, Lina und Andrés
047_0134 Colombia - Bogota
Muchos, muchos gracias

6. Juli 2015 – Der geschlossene See

Heute wollte ich die Lagune von „Guatavita“ besuchen. Eine anscheinend wunderschöne Lagune eingeschlossen von grünen Hügeln und Wälder. Früher haben Goldgräber versucht dem See das Wasser auszulassen um an die anscheinend verborgenen Schätze zu kommen. Eine lustige Vorstellung 🙂
Es ging also um 6.00 los. Ich fuhr mit dem Transmillenio zum „Portal Norte“ und von dort aus mit dem Bus Richtung „Guatavita“. Ca. 6km vom dem Städtchen musste ich den Bus verlassen und die restliche 6 km den Berg hinauf zu Fuss in Angriff nehmen.
048_0001 Colombia - Guatavita
Es erwartete mich eine super schöne Landschaft. Weit und breit kein Tourist. Die Landschaft erinnerte mich sehr an die Schweiz. Grüne Hügel Berghütten und viele Kühe.
Oben angekommen, trennten mich nur noch ca. 800m von der Lagune welche hinter dem nächsten Hügel verborgen lag. Beim Eingang wurde ich aber von einer lustigen alten Frau ausgebremst. Anscheinend die Wächterin. Sie erklärte mir, dass die Lagune heute geschlossen sei. Ich traute meinen Ohren nicht und wollte wissen warum. Sie erklärte irgendwas von heilig und das die Lagune jeden Montag geschlossen sei. Jaja. Die sind doch nur zu faul am Montag. Leider war nichts zu rütteln und ich machte mich auf den Weg zurück. Aber so leicht gebe ich nicht auf. Nach ca. 1.5km schlich ich kreuz und quer zwischen Kuhweiden, Zäunen und Kuhfladen den Hügel hinauf, immer auf der Hut, dass mich kein Bauer sieht. Irgendwann stand ich dann vor einem steilen Hügel welcher mich höchstwahrscheinlich von der Lagune trennte. Ich kämpfte mich also durch die letzten Sträucher und siehe da, ein 3m hoher, massiver Zaun mit Stacheldraht versperrte mir den Weg. Scheinbar nicht zu überwinden.
048_0014 Colombia - Guatavita
Ich hab mir überlegt den Draht zu durchtrenne und einzubrechen. Das nötige Werkzeug hätte ich dabei gehabt. Da ich aber nicht 100% sicher war ob sich die Lagune wirklich hinter diesem Hügel befindet. Versuchte ich noch einen anderen Weg. Ich zwängte mich durch einen dichten Bambuswald seitlich des Hügels. Dort war aber nach ein paar Metern auch fertig. Es ging steil eine Schlucht hinunter zu einem reissenden Fluss.
Da entschloss ich aufzugeben und wanderte den ganzen Weg zurück zur Strasse. Sehr schade. Aber war trotzdem cool.
Einen ganzen See schliessen…. Das schaffen nur die Kolumbianer 🙂
048_0023 Colombia - Guatavita
Dafür fuhr ich dann noch mit dem Bus nach „Zipaquira“ um die unterirdische Salz Kathedrale zu besichtigen. Ein unglaubliches Bauwerk. Riesige Höhlen, Räume, Kreuze und Kirchen aus Salz.
Wunderschön. Das hat mich für die geschlossene Lagune entschädigt 🙂

28. Juni 2015 – Gayparade – Wie Mann zur Diva wird

Als ich erfuhr, dass am Wochenende die Gayparade in Bogota stattfindet, die bekannteste Gayparade im ganzen Land, dachte ich natürlich sofort an unsere Streetparade und wollte mir das unbedingt ansehen und am Rande mitfeiern. Nicht unbedingt mittendrin…. 😉
Also pilgerten wir am Samstagnachmittag zum Stadtzentrum zur Parade: Hatte schon richtig Lust abzudancen und zu feiern, wie gewohnt in Zürich. Doch dann die bittere Überraschung. Es war mehr eine schlecht koordinierte Demonstration ohne viel Musik und ohne Tanz. Eine bittere Enttäuschung 🙁
047_0072 Colombia - Bogota - Gayparade
Da Yesmins bester Freund aus der Szene, aus Bucaramanga extra für diesen Event mit seinen Freunden (ebenfalls aus der Szene) eingeflogen ist, begleiteten wir diese auf beste Empfehlung, am Abend an die Afterparty, in der grössten und geilsten Disco Bogotas, dem Theatron.
Ein riesiger Komplex mit diversen Dancefloors mit Länderspezifischen Dekos und Musik, sowie eines Aussen- / Konzertbereich und einem riesigen Mainfloor mit den angesagtesten DJ’s
047_0119 Colombia - Bogota - Theatron - GayPride
Leider wohnten der Party ca. 90% Männer bei. Das hiess weniger für mein Auge dafür umso mehr für Auge und andere Körperteile der eingefleischten Szenengänger 🙂
Offensichtlich schien ich dem einen oder anderen zu gefallen. Auf jeden Fall konnte ich nach 11 Uhr keine 10 Sekunden mehr an den Selben Ort schauen. Der Blick wird sofort aufgefangen und man wird aufs heftigste angeflirtet. Schaut man nicht sofort weg, kriegt man blitzartig Gesellschaft, was nicht unbedingt in meinem Sinne war. Also musste ich sofort jeden Augenkontakt abbrechen und in irgendeine andere Richtung schauen. Ich kam mir schon ein wenig vor wie die gestylten Mietzen in einer Zürcher Edeldisco 🙂 Jungs ihr wisst von was ich spreche. Haha
Und so wird Mann zur Diva

Das mit dem „Snickers“ ist eine andere Geschichte, gäll BK 🙂

19. Juni 2015 – Zu Gast bei Mr. Mendez

Als ich 2010 Australien bereiste lernte ich viel Südamerikaner kennen. Darunter auch James, welcher in Bogota zuhause ist.
Ich nahm Kontakt mit Ihm auf und wir trafen uns zum Mittagessen. War schon speziell jemanden nach so langer Zeit auf der anderen Seite der Erde wieder zu treffen. Er hat extra den Nachmittag frei genommen und mich etwas in der Stadt herum gefahren. So besuchten wir den riesigen „Simon Bolivar Park“ und die architektonisch unglaublich spezielle Bibliothek „Biblioteca Virgilio Barco“.
047_0032c Colombia - Bogota - Biblioteca Virgilio Barco
Wir haben dann noch seine Mutter und seinen Bruder besucht und später kochte seine liebreizende Freundin Carolina noch ein typisches, sehr leckeres, kolumbianisches Menu zum Abendessen. Ich war über Nacht eingeladen und kriegte das Gästezimmer welches sonst von Ihren beiden Katzen bewohnt wird. Dementsprechend habe ich am nächsten Morgen auch ausgesehen. Mit Katzenhaaren übersät. Haha. Zum Glück bin ich nicht allergisch 🙂
Nach dem Frühstück fuhr mich dann James mit seinem Motorrad quer durch Bogota zurück in den nördlichen Stadtteil. Das war eine Fahrt voller Adrenalin. Regeln werden quasi keine eingehalten. Mit dem Motorrad fährt man einfach Kreuz und quer zwischen den Autos hindurch um jeden Millimeter gutzumachen. Manchmal hat es auf beiden Seiten zwischen Spiegel und Auto nur wenige Zentimeter Platz und man muss die Knie einziehen. Spektakulär wird es wenn man nur eine Haaresbreite neben den riesigen Rädern eines LKW’s oder Bus her fährt.
Jetzt verstehe ich Hampis Geschichte auch, welche er noch so gerne immer wieder mal am Stammtisch erzählt 🙂
Schlussendlich sind wir aber heil angekommen.
047_0040 Colombia - Bogota
Vielen Dank James und Carolina für die Gastfreundschaft

7. Juni 2015 – Langfinger in Bogota

Es soll ja eine hohe Kriminalität geben in Bogota. Das stimmt teilweise. Es kommt sehr darauf an in welchem Stadtteil man sich befindet. Im Süden soll es sehr gefährlich sein und im Touristenviertel „Candelaria“ hat es viel Taschendiebe und nachts sollte man da besser ein Taxi nehmen.
Zum Glück wohne ich im Norden, Calle 147. Dort ist es mindestens so sicher wie in der Schweiz. Man kann sich auch nachts zu jeder Zeit frei draussen bewegen und muss überhaupt keine Angst haben überfallen zu werden.
Nur im Transmillenio muss man sich vorsehen.
Der Transmillenio ist ein Ausgeklügeltes Transportsystem in welchem lange Busse in separaten Spuren in der Mitte der grossen Autostrassen quer durch Bogota verkehren
Leider ist dieses System etwas überlastet, so dass die meisten Busse komplett vollgestopft sind.
Die könnten eigentlich eine Untergrundbahn von der Firma Stadlerrail vertragen 🙂
044_0091 Colombia - Bogota - Transmillenio
Auf jeden Fall ist Im Transmillenio Vorsicht geboten. Dort hat es viele Langfinger unterwegs, welche einem die Taschen leeren wollen.
Aber für mich kein Problem. Ich bin ich mir ja schon gewohnt von zu Hause, da ich schon des Öfteren im Thurgau unterwegs war. Haha (Insider 🙂 )

6. Juni 2015 – Monsederrate

Heute erklommen wir den Mosederrate. Das ist ein Berg mit einer grossen Kirche auf dem Gipfel.
Also wir haben den Hügel weniger erklommen sondern mehr mit der Standseilbahn eingenommen.
Es bot sich uns eine spektakuläre Aussicht über ganz Bogota. Eine Stadt soweit das Auge reicht, eingebettet in grüne Hügel. 8 Mio. Menschen in eine Stadt gepfercht. Die ganze Schweiz in einer Stadt. Wahnsinn. Aber seht selbst
044_0054 Colombia - Bogota - Monsederrate

3. Juni 2015 – Bienvenido en Colombia

Da ich 5 der letzten 6 Monate auf einem Segelboot gelebt habe und die schönsten Inseln und Strände der Karibik erleben durfte, habe ich mich entschieden, nicht wie die meisten per Boot via San Blas nach Kolumbien zu gelangen (Kosten ca. 600 SFr.- für 5 Tage… viel zu teuer), sondern nach Bogota zu fliegen. Von dort kann ich auch ideal einen Rundkurs durch Kolumbien machen und dann direkt nach Ecuador weiterreisen.
Nach einem kurzen Flug bin ich nun also in Bogota angekommen, der Hauptstadt von Kolumbien.
8 Mio. Einwohner. Hmmmm. Das ist doch die ganze Schweiz in eine Stadt zusammen gepfercht. Unglaublich.
Glücklicherweise habe ich in Panama Kolumbianer kennen gelernt, welche in Bogota in einem Apartment wohnen. Ich bin also eingeladen dort zu wohnen.
Yesmin, Lina und Andres. Alles Cousinen, Brüder und Schwestern. In Kolumbien ist es offensichtlich normal, dass man im Schosse der Familie lebt.
Da Lina Bogota gerade aufgrund eines Praktikums für einen Monat verlässt, ist für mich ein Zimmer frei geworden. Sie haben sogar extra einen Schlüssel für mich nachmachen lassen.
Ich habe ja gehört, dass die Kolumbianer sehr gastfreundlich sind. Das stimmt bis jetzt.
Man fühlt sich von Anfang an wie zu Hause und es wird einem sofort vertraut
Mir gefällt es hier sehr gut und ich werde wohl eine Weile bleiben um mich für meine Reise durch Kolumbien zu organisieren